SCHOTTLAND: Ein Land lebt liebenswerte Klischees
Schottland assoziiere ich mit wildromantischen Steilklippen, an die unermüdlich die Meeresgischt klatscht. Sattgrünen Wiesen, auf denen Galloways freundlich in die Touristenkamera wiederkäuen. Düster-mysteriösen Seen mit Wasserdrachen. Und hünenhaften Männern in karierten Röcken, die allesamt entweder Dudelsack spielen oder Baumstämme durch die Gegend werfen, um im Anschluss Whisky als Grundnahrungsmittel zu sich zu nehmen. Ob Schottland tatsächlich all diese Klischees bedient oder ob ich mich von dem einen oder anderen Vorurteil trennen muss, will ich während einer Stippvisite im Norden des Vereinigten Königreichs herausfinden. Völlig darauf fokussiert, meine Klischeeliste gedanklich abzuhaken, überrascht mich Schottland mit unerwarteten Highlights: Gänsehaut in Edinburgh „Ghost Tour“ wird an fast jeder Ecke in Edinburgh angepriesen. So wirklich kann ich mir nichts darunter vorstellen, bin aber wahnsinnig neugierig auf diese Art der Stadtführung und halte ratzfatz ...