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SCHOTTLAND: Ein Land lebt liebenswerte Klischees

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Schottland assoziiere ich mit wildromantischen Steilklippen, an die unermüdlich die Meeresgischt klatscht. Sattgrünen Wiesen, auf denen Galloways freundlich in die Touristenkamera wiederkäuen. Düster-mysteriösen Seen mit Wasserdrachen. Und hünenhaften Männern in karierten Röcken, die allesamt entweder Dudelsack spielen oder Baumstämme durch die Gegend werfen, um im Anschluss Whisky als Grundnahrungsmittel zu sich zu nehmen. Ob Schottland tatsächlich all diese Klischees bedient oder ob ich mich von dem einen oder anderen Vorurteil trennen muss, will ich während einer Stippvisite im Norden des Vereinigten Königreichs herausfinden. Völlig darauf fokussiert, meine Klischeeliste gedanklich abzuhaken, überrascht mich Schottland mit unerwarteten Highlights: Gänsehaut in Edinburgh „Ghost Tour“ wird an fast jeder Ecke in Edinburgh angepriesen. So wirklich kann ich mir nichts darunter vorstellen, bin aber wahnsinnig neugierig auf diese Art der Stadtführung und halte ratzfatz ...

MOSEL-Tal: Ein Wochenende zwischen TRIER und LUXEMBURG

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Da stand ich schon vor einem kalbenden Gletscher in Chile, schwamm in Brasilien durch den Rio Negro, „entdeckte“ den Ursprung des Nils in Uganda und bin in Thailand fast von einem Elefanten gefallen. Und jetzt soll mich ein Wochenende an der Mosel mit Stadtführungen in Trier und Luxemburg begeistern? Nä, oder?! Oder doch? Naja, vielleicht. Ganz sicher sogar! Was hat mir in der Mosel-Region gefallen, und was haben Wein, Weib, Schleuse und ein Bänkelsänger damit zu tun? Komm‘ mit auf meinen Wochenendtrip: Von Freitag Morgen bis Sonntag Mittag kann man einiges auf, an und um „Mutter Mosel“ unternehmen. Aus den mannigfachen Möglichkeiten habe ich mir diese hier heraus gepickt: Bänkelsänger unter der Porta Nigra in Trier Stadtführungen können viele Facetten haben. Man kann mit spannend kurzweiligen Führungen Glück, oder mit angestaubt langweiligen Pech haben. Ich hatte nicht nur Glück, sondern traf an der Tourist-Info, direkt vor der Porta Nigra einen Stadtführer, der die zweistünd...

Welten sammeln

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Für den einen ist es Kitsch, für den anderen ist es ein Souvenir. Die erste Schüttelkugel, die ich aus einem Urlaub mitgebracht habe, war mehr als Scherz gedacht. Die zweite sollte der ersten einfach nur Gesellschaft leisten. Wie dann die dritte dazu kam, weiß ich gar nicht mehr. Mittlerweile sind es weit über 100 devotionale Exponate, die sich in einer Vitrine bei meinen Eltern tummeln. Aus aller Herren Ländern, in verschiedenen Ebenen hübsch drapiert, ist diese Sammlung wirklich so so so so so kitschig, dass sie eine unglaubliche Faszination ausübt. Die Menge macht es. Freunde und Bekannte haben so viel Gefallen an unserer Souvenir-Vitrine gefunden, dass sie uns ab und an neue Schüttelkugeln aus dem Urlaub mitbringen. So wächst die Kollektion immer weiter. Bei manchen Reisezielen musste ich schummeln, weil ich so gar keine Schneekugel finden konnte. Dort habe ich dann ein Ersatz-Souvenir gekauft, das sich von Größe und Anmutung in den Kitsch-Reigen einreiht. Über Ge...