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CHINA: Teeblumen

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Meine Chinesische Kollegin hat mir beim Abschied ein kleines Geschenk in die Hand gedrückt. Noch im Flieger nach Frankfurt wühle ich das Päckchen aus meinem Rucksack und öffne neugierig die hübsche Schachtel. Darin ein Glas mit grünen Kugeln. Mein Blick: ratlos! Erst zuhause dämmert mir mit was ich es zu tun habe: Teeblumen! Laut Wikipedia „Eine Teerose oder auch Teeblüte, Teeblume, bzw. Tee-Pfingstrose, ist ein kleines dekoratives Bündel aus ausgesuchten (jungen) Teezweigen, die in China traditionell zur Teeherstellung bei besonders feierlichen Anlässen verwendet wird.“ Da die Heimkehr nach einem erfolgreichen Business Trip ein feierlicher Anlass ist, bereite ich sofort eine Kanne des köstlichen (und optisch sehr ansprechenden) Getränks zu. Lecker!

CHILE: Frühstück an der Milchstraße

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Mitten in der Nacht aufgebrochen. „Mach doch mal einer die Heizung an.“ nuschele ich genervt in meinen hochgeschlagenen Jackenkragen. Niemals hätte ich gedacht, dass es nachts hier so kalt wird. „Hier“ (wo es so kalt ist), ist aktuell eine unsichtbare Stotterpiste zwischen Calama und El Tatio, im Norden Chiles. Ich kann draußen gar nichts erkennen. Der Jeepfahrer, die arme Socke, sieht allerhöchstens die eineinhalb Meter Piste, die seine funzeligen Scheinwerfer beleuchten. Ich könnte nicht mal sagen, ob er nicht eventuell querfeldein fährt. Es ist nämlich nicht nur barbarisch kalt, es ist auch sowas von dunkel, dass mir nicht mal Worte einfallen, um diese Dunkelheit zu beschreiben. Schwarz. Es ist einfach nur schwarz. Im Kontrast dazu wirken die beleuchteten Instrumente des Fahrzeugs wie ein gleißendes Laserlicht in einer Diskothek. Wir sind ungefähr seit einer Stunde im stockfinsteren, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt auf einer unkomfortablen Piste (oder sogar querfe...

Eis TAIPEH Style

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Auf einem der Nachtmärkte in Taipeh komme ich mal wieder nicht an den Süßigkeiten vorbei. Das Eis hat es mir angetan. Der Taiwanesische Eisverkäufer häuft leckere Mango-Stücke auf einen Teller, dann schabt er mit einer Art Sägeblatt feine Eisspäne von einem riesigen Eisklotz. Die Eisspäne schichtet er gekonnt auf die Fruchtstücke. Über diesen leckeren Berg kommen noch Frucht- und Zuckersirup. Tataaaaa… fertig ist die Taiwanesische Form von Slush-Eis. Lässt sich leicht zuhause nachmachen: Frische Früchte. Crushed Eis aus dem Mixer. Obenauf gezuckerte Dosenmilch (Milchmädchen) oder Vanillesoße. Probier mal!

HYDER: Bären-Treff

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Hyder, diese winzige Stadt in Alaska nennt sich selbst „The friendliest ghost town in Alaska!“. Die freundlichste Geisterstadt in Alaska also. Tatsächlich scheinen sich Fuchs und Hase hier guten Morgen, guten Tag und guten Abend zu sagen. Ich habe es aber weder auf Fuchs, noch auf Hase abgesehen, sondern auf Meister Petz. Im Fish Creek, direkt hinter Hyder, soll man quasi garantiert Bären beim Lachse fischen beobachten können. Meine Fantasie geht schon seit der Ausflugs-Planung mit mir durch. Mal sehe ich mich auf einem Baum sitzend das Kamera-Objektiv durch ein Dickicht aus Blättern auf einen braunen Fellfleck am Horizont richten, mal wähne ich mich hinter dem Fenster des Busses auf der Lauer nach Herrn Grizzly liegen. In meinen kühnsten Träumen hätte ich nicht erwartet, dass über dem kleinen lachsreichen Berg-Bach ein erhöhter, gepflegter Plankenweg verläuft.  Der Eingang durch einen bewaffneten Ranger abgesichert, thronen wir Touristen über den Köp...

KANADA: Walfisch zum Frühstück

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Von Telegraph Cove aus starte ich zusammen mit anderen Ausflüglern im Morgengrauen mit einem kleinen Schiff zum Whale Watching. Die Stimmung ist unwirklich. Dunst hält sich dicht über der ruhigen See und schemenhafte Schatten lassen unzählige Inselchen in der Bucht verstreut erahnen. Alle Touristen stehen angespannt die Wasseroberfläche absuchend, die Kamera schussbereit, an der Reling aufgereiht und fiebern der ersten Wal-Sichtung entgegen. Die junge Biologie-Studentin, die enthusiastisch versucht uns die Sprache und das Sozialverhalten der Orcas anhand von Schautafeln zu erklären, redet gegen eine Front aus entzückenden Rücken in Windjacken. Der Arm mit dem ich die Kamera halte, wird schon ganz lahm. Außerdem ist mir kalt. Und Hunger habe ich auch. Kein Wal in Sicht? Dann gehe ich erstmal frühstücken, während die nette Bio-Studentin ein Mikro ins Wasser lässt „Um eine Wal-Familie zu orten.“, wie sie erklärt. Im Bauch des kleinen Kahns riecht es angenehm nach Kaffee und S...