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Nigiri, Maki und Co.

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Sushi selbst herzustellen ist viel einfacher als man denkt. Vielleicht ist es optisch nicht so perfekt wie vom Sushi-Meister. Vielleicht kann man zuhause auch nicht die Vielfalt wie beim Sushi-Circle zaubern. Aber dafür ist es ein kurzweiliger Riesenspaß. Sogar die Zutatenliste hält sich in Grenzen: Reisessig, Sushi-Reis, Gari, Wasabi, Nori-Blätter und Soja-Sauce sind schon die Hälfte der Miete. Die andere –zugegebenermaßen weit wichtigere- Komponente ist der rohe Fisch in Sushi-Qualität. Wer Glück hat, hat einen Fischhändler in seiner Stadt, bei dem man mindestens gegen Vorbestellung den frischen, innerhalb von 24 Std tiefgefrorenen Fisch, bestellen kann. Ich habe mir außerdem vor Jahren schon im Internet ein Sushi-Set bestellt. Kleine Förmchen um Nigiris pressen zu können, und Bambusmatten, um Makis rollen zu können. War nicht teuer und funktioniert prima. Jetzt steht dem Rollen und Pressen nichts mehr im Weg. Mindestens genauso viel Spaß wie das Sushi-Zu...

ITALIEN: Ars Espresso

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Unsere Unterkunft in Rom haben wir mit Frühstück gebucht. „Das passiert mir nur einmal.“ habe ich mir geschworen. Im Keller des kleinen Hotels giebt es nämlich nur plörrigen Nescafe aus dem Automaten und trockene Brötchen vom Vortag. Zum Glück liegt auf unserem Weg in die Innenstadt, den wir für unsere Sight Seeing Touren angesteuert haben, eine der unzähligen Espresso-Bars. Der Inbegriff Italienischer Kaffee-Kultur. Ein kleines Ladenlokal mit zeitungslesenden Römern an Stehtischen. Dampfende, fauchende Barista-Maschinen über die volle Länge der Rückseite. Wundervoll aromatischer Kaffee-Duft und das typische Klopfgeräusch des Baristas, wenn er den alten Satz aus den Espresso-Pulver-Trägern in den Müll abklopft. Hier frühstücke ich jeden Morgen die weltbesten Trapizzini, und genieße den weltbesten Espresso. Karamellbraune Crema, erdiger Mokka-Geschmack ohne auch nur die Andeutung von Bitter. Ars Vivendi! Der perfekte Einstieg in einen Rom-Sight-Seeing-Tag. Für zuhause habe...

ÄGYPTEN: Kleopatras Augen und die Fastnachts-Galabia

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Dass in der arabischen Welt raffiniert gehandelt wird, das werden die wenigsten, die sich schon einmal durch einen arabischen Markt geschlängelt haben, anzweifeln. Dieses Geschick liegt im Blut, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auf den meisten Ägyptischen Nil-Schiffen einmal während des Urlaubs ein sogenannter Galabia-Abend stattfindet. Was das ist? Ein riesen Spaß und der Umsatz der Woche für den schiffseigenen Souvenir-Shop. Kurz nach dem Einchecken auf der „Nile Smile“ und dem Bezug meiner Kabine, mache ich mich auf das überschaubare Schiff zu erkunden. Fasziniert bleibe ich am kleinen Souvenir-Shop stehen. Kitsch in Reinform. Strass besetzte Pyramiden, goldfarbene Sphinx in allen Größen, Nofretete-Büsten als Buchstütze und Galabias. Eine Galabia ist ein reich bestickter Kaftan. Quasi unisex und Einheitsgröße. Ein luftig bequemes Kleidungsstück mit dem man sich als Tourie beim Tragen im Urlaub garantiert schon lächerlich macht, aber zuhause eine Einweisung...

PERU: Pacha Mamas Mobilee

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Neugierig und fasziniert begutachte ich die exotischen Waren auf dem Markt in Pisac. Unzählige Sorten Kartoffeln, Obst und Gemüse, das ich noch nie zuvor gesehen habe. Sämereien und Kräuter. Viele Marktstände in Pisac haben kleine niedrige Planen-Dächer, die einen kleinen Platz vor dem Stand wie eine Markise überragen. Mehr als eine Beule habe ich mir schon an den provisorischen Gestängen eingefangen. Gerade laufe ich gebückt an der Auslage eines steinalt aussehenden Bauern vorbei, als ich mit dem Kopf wieder an ein Vordach stoße. Am Eckposten der Markise hängt eine Art Mobilee, das ich …keine Ahnung wie… plötzlich auf dem Kopf sitzen habe. Einen halben, getrockneten Kürbis auf dem Schädel, schnüre von aufgereihten Samen und aufgefädelten Bohnen wie eine Perücke über meinen Haaren, muss ich so beknackt aussehen, dass der Alte loslacht. Zuerst schüchtern, dann aber ganz offensichtlich amüsiert, lacht er mich aus und an und entblößt dabei den einen noch verbliebenen Schnei...

GRIECHISCH Blau Blues

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---Für meine Freundin Steffi--- „Stimmt so.“ Mein Gegenüber drückt dem Kellner einen Fuffi in die Hand. Costas bedankt sich freundlich und wünscht uns einen guten Nachhause-Weg. Eine warme Brise weht gerade über den Biergarten des „Rhodos“. Es war ein heißer Sommertag. Beinahe 40 Grad in Rhein-Main. Hitzerekord des Jahres. Ich greife nach dem Ouzo auf dem Tisch und proste meiner Begleitung zu „Yamas!“. Das Gläschen hat noch nicht einmal meine Lippen berührt, da bahnt sich der intensive Anis-Geruch, getragen vom heißen, trockenen Sommerwind seinen Weg in meinen Kopf. Der Duft hüpft von Synapse zu Synapse in meinen Hippocampus, als wüsste er genau wo er hin muss. Als der Ouzo meine Lippen benetzt und irgendwie brennend aber doch mild meine Kehle hinunterrinnt, hat der Duft seine dazugehörige Erinnerung gefunden und kitzelt ein paar Gedächtniszellen in meinem Hirn. Schlagartig fühle ich mich um mehr als zwanzig Jahre zurückversetzt. Ich lächle. Was für ein Sommer! Meine Sch...