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ÄGYPTEN: Kleopatras Augen und die Fastnachts-Galabia

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Dass in der arabischen Welt raffiniert gehandelt wird, das werden die wenigsten, die sich schon einmal durch einen arabischen Markt geschlängelt haben, anzweifeln. Dieses Geschick liegt im Blut, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auf den meisten Ägyptischen Nil-Schiffen einmal während des Urlaubs ein sogenannter Galabia-Abend stattfindet. Was das ist? Ein riesen Spaß und der Umsatz der Woche für den schiffseigenen Souvenir-Shop. Kurz nach dem Einchecken auf der „Nile Smile“ und dem Bezug meiner Kabine, mache ich mich auf das überschaubare Schiff zu erkunden. Fasziniert bleibe ich am kleinen Souvenir-Shop stehen. Kitsch in Reinform. Strass besetzte Pyramiden, goldfarbene Sphinx in allen Größen, Nofretete-Büsten als Buchstütze und Galabias. Eine Galabia ist ein reich bestickter Kaftan. Quasi unisex und Einheitsgröße. Ein luftig bequemes Kleidungsstück mit dem man sich als Tourie beim Tragen im Urlaub garantiert schon lächerlich macht, aber zuhause eine Einweisung...

GRIECHISCH Blau Blues

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---Für meine Freundin Steffi--- „Stimmt so.“ Mein Gegenüber drückt dem Kellner einen Fuffi in die Hand. Costas bedankt sich freundlich und wünscht uns einen guten Nachhause-Weg. Eine warme Brise weht gerade über den Biergarten des „Rhodos“. Es war ein heißer Sommertag. Beinahe 40 Grad in Rhein-Main. Hitzerekord des Jahres. Ich greife nach dem Ouzo auf dem Tisch und proste meiner Begleitung zu „Yamas!“. Das Gläschen hat noch nicht einmal meine Lippen berührt, da bahnt sich der intensive Anis-Geruch, getragen vom heißen, trockenen Sommerwind seinen Weg in meinen Kopf. Der Duft hüpft von Synapse zu Synapse in meinen Hippocampus, als wüsste er genau wo er hin muss. Als der Ouzo meine Lippen benetzt und irgendwie brennend aber doch mild meine Kehle hinunterrinnt, hat der Duft seine dazugehörige Erinnerung gefunden und kitzelt ein paar Gedächtniszellen in meinem Hirn. Schlagartig fühle ich mich um mehr als zwanzig Jahre zurückversetzt. Ich lächle. Was für ein Sommer! Meine Sch...

MARMARIS: Die Sache mit dem Glück

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Eine kleine Reise-Anekdote: Der Reisebus voller Touristen steuert den letzten Fotostopp des Tagesausflugs rund um Marmaris an. Ein altes Gebäude ganz in der Nähe einer dieser vermaledeiten Eukalyptus-Alleen. Bisher noch nichts spektakuläres. Auf dem Dach des Bauernhauses, und rundherum auf extra aufgestellten Pfählen allerdings, nisten mehr als zehn Storchenpaare. Ein herzerwäremender Anblick. Der junge, in Deutschland aufgewachsene Reiseleiter erklärt in akzentfreiem Deutsch "Die Menschen in diesem Haus schützen und hegen die Störche, die jedes Jahr aus Afrika hierher zurück kehren, um zu nisten, denn hier in der Türkei sagt man, dass Störche unermessliches Glück bringen." Ein Deutscher Tourist meldet sich sofort zu Wort "Bei uns in Deutschland sagt man, der Storch bring die Kinder." Der Reiseleiter schaut in verständnislos an "Ja, habe ich doch gesagt: Unermessliches Glück." Andächtiges Schweigen im Bus. Kein Widerspruch....

Hommage an PARTSCHINS

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Wenn einem die Eltern das Reisen in die Wiege legen, dann reichen die Reise-Erinnerungen sehr weit zurück in die eigene Vergangenheit. Als Kind erlebt man -finde ich- viele Situation und Abenteuer viel intensiver. Und nach so langer Zeit blinken die Bilder von damals in Rosarot. Kennst Du das? Ist das bei Dir auch so? Meine ältesten Reiseerinnerungen stammen aus den 70ern. Zum ersten mal haben meine Eltern mich mit nach Südtirol genommen, da war ich gerade mal fünf Jahre alt. Damals, außerhalb der Saison, „bevor das Kind eingeschult wird“, hieß es. Danach waren wir noch unzählige mal in unserem geliebten Partschins. Zusammen mit Freunden oder Verwandten, oder auch einfach nur wir, die kleine Familie. Sommer-, Herbst- oder Osterferien. 600 Kilometer Strecke Autoanreise konnten uns nie wirklich abschrecken. Ich habe so viele wunderbare Erinnerungen an diese Zeit. Meine Hommage an Partschins ist eine „verbale Kollage“. Ein Sammelsurium meiner kostbar gehüteten Eri...