BELGIEN: Die fantastischen vier
„Was willst Du vier Tage in Belgien?“, fragt meine Freundin verwirrt. „Prachtvolle Gildehäuser anschauen. An den romantischen Wasserstraßen entlangschlendern. Fritten mit Mayo schlemmen und mit ordentlich Bier nachspülen. Testen, welche Waffeln mir besser schmecken: Brüsseler oder Lütticher. Manneken Pis ansehen und – wenn möglich – peinliche Fotos knipsen. Einen Eisenkristall in 165 Milliardenfacher Vergrößerung sehen. Ach, und dann noch echte (!) belgische Schokolade einkaufen!“ Beim letzten Satz seufze ich wohlig, und als hätte eine Glocke geklingelt, läuft mir wie dem Pawlowschen Hund das Wasser im Mund zusammen. Mir ist schon klar, dass sich das nach einem Wochenende mit vier Kilo Hüftgold als dauerhaftem Souvenir anhört, aber Waffeln, Schokki, Fritten und Bier gehören eben irgendwie zu Belgien. Es wird schon seinen Grund gehabt haben, dass ausgerechnet ein Maler flämischer Herkunft runde, hüftspeckige Frauen gemalt hat. Von der Autobahn kommend dämpft Antwerp...