DAHAB: Schnorcheln.

Diese wunderschöne Reise endet mit einem Badeaufenthalt in Ägypten. Als ich im Happy Life Villag in Dahab einchecke, blickt der freundliche Mann an der Rezeption lange auf meinen Reisepass. „Diane?“ fragt er. Ich „Ja?“. Er „We have your luggage.“ Ich hüpfe einmal im Kreis vor Freude und Aufregung. Mein Koffer, mein Koffer, mein Koffer. Nach zwei Wochen, vier Tage vor der Heimreise ist mein Koffer wieder aufgetaucht. Prima… auch wenn ich ab jetzt erstmal nur Bikini und Flip Flops brauche. Egal. Hauptsache er ist wieder da!
Am Strand blättere ich desinteressiert in einem Arztroman, in dem es bereits nach fünf Seiten vier Küsse und eine Sex-Szene gab. Ständig laufen Touristen mit großen Plastikbrillen, Schnorchel am Ohr und Schwimmflossen in der Hand an meiner Liege vorbei. Also gut. Wasser ist nicht zwingend mein Element, aber jetzt will ich’s wissen „Was zum Kuckuck ist denn sooooo toll am Rumdümpeln auf der Wasseroberfläche, dass jeder außer mir es zu machen scheint?“ Mit professioneller Miene bitte ich in der Tauchschule um Schnorchelausrüstung. Der Angestellte scanned meinen Kopf und meine Füße, drückt mir lächelnd meine Ausrüstung in die Hand und wünscht viel Spaß. Da stehe ich jetzt am Hausriff, und beobachte wie die anderen Schnorchler (ja… ich zähle mich bereits dazu!) beherzt in ihre Brillen spucken, die Spucke verreiben, die Brille ausspülen, aufsetzen, den Schnorchel ankauen und die Flossen anschlupfen. Ich mache alles nach, will zur kleinen Treppe des Stegs laufen… und komme sofort ins Straucheln. Blöde Flossen! Voll peinlich. Flossen sind nicht meins. Also runter mit den Dingern und erstmal am Strand zwischenparken. Neuer Anlauf. Stufe für Stufe hinein ins angenehm kühle Rote Meer. Und nu? Langsam und unbeholfen ein paar Schwimmzüge. Dann halte ich die Luft an und tauche meinen Kopf unter.
Woooooooooooooow. HAMMER! Direkt unter mir wimmelt es vor bunten Fischen. Einige schwimmen neugierig direkt vor meiner Taucherbrille herum. Ich schnappe nach Luft… und muss prompt mit dem Kopf aus dem Wasser, weil ich durch den Schnorchel nicht genug Luft bekomme. So geht das noch eine ganze Weile, bis ich mich an das flache Atmen gewöhnt habe. Ist das toll?! Ich kann gar nicht genug bekommen und beschließe insgeheim: DAS mache ich bald wieder!!!

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