ITALIEN: Ars Espresso.

Unsere Unterkunft in Rom hatten wir mit Frühstück gebucht. „Das passiert mir nur einmal.“ habe ich mir danach geschworen. Im Keller des kleinen Hotels gab es nämlich nur plörrigen Nescafe aus dem Automaten und trockene Brötchen vom Vortag.

Zum Glück lag auf unserem Weg in die Innenstadt, den wir für unsere Sight Seeing Touren angesteuert haben, eine der unzähligen Espresso-Bars. Der Inbegriff Italienischer Kaffee-Kultur. Ein kleines Ladenlokal mit zeitungslesenden Römern an Stehtischen. Dampfende, fauchende Barista-Maschinen über die volle Länge der Rückseite. Wundervoll aromatischer Kaffee-Duft und das typische Klopfgeräusch des Barista, wenn er den alten Satz aus den Espresso-Pulver-Trägern in den Müll abklopft.

Hier habe ich nicht nur jeden Morgen die weltbesten Trapizzini gefrühstückt, sondern auch den weltbesten Espresso genossen. Karamellbraune Crema, erdiger Mokka-Geschmack ohne auch nur die Andeutung von Bitter. Ars Vivendi! Der perfekte Einstieg in einen Rom-Sight-Seeing-Tag.


Für zuhause habe ich mir eine mittelgroße, Alu- oder Weißblech-Mokka-Kanne und eine passend große, einzelne Elektro-Herdplatte mitgebracht. Nicht nur ein tolles Souvenir, sondern auch etwas, das für mich „typisch Italienisch“ ist. Natürlich schmeckt der Espresso nicht so verführerisch und cremig wie in der authentischen kleinen Bar in Rom, aber trotzdem verschafft das Blubbern und Zischen des fertigen Espressos zusammen mit dem intensiven Kaffeeduft meinen ganz persönlichen Italien-Moment am Nachmittag.


1 Kommentar:

  1. Für uns Italiener ist Espresso wie eine Religion! Wir haben tagsüber so viele Anlässse, ihn zu trinken, frühmorgens beim Aufstehen, am Vormittag zur Pause, nach dem Mittagessen als Digestif, am Nachmittag bei der nächsten Pause, und manche Leute trinken ihn sogar nach dem Abendessen! Nehmt mir alles weg, aber nicht meinen Espresso!

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